30.10.2002: Wirtschaft und Kunst – eine hanseatische Verbindung


Wirtschaft und Kunst – eine hanseatische Verbindung

Wenn Lia Petrova (12) aus Bulgarien Anfang November das nächste mal nach Rostock kommt, erlebt die junge Musikerin einen bedeutenden Tag in ihrem Leben: Sie wird Stipendiatin der Horst Rahe Stiftung. Horst Rahe, Chef der Deutschen Seereederei, rief diese Stiftung zur Begabtenförderung an der Hochschule für Musik und Theater Rostock 1999 ins Leben. „Es ist mir ein besonderes Anliegen, hochbegabte Studentinnen und Studenten der Hochschule zu fördern, die sonst aus wirtschaftlichen Gründen ihre Begabung nicht voll entfalten könnten.“, so Horst Rahe. Seine Förderung gilt im besonderen Maße auch ausländischen Künstlern, um das Miteinander verschiedener Nationen zu fördern. An der Hochschule für Musik und Theater studieren derzeit ca. 450 junge Künstler aus 12 Ländern. Davon sind 14 Stipendiaten der Horst Rahe Stiftung. Sie kommen aus China (2), Japan, Deutschland, Österreich, Schweiz, Russland, Lettland, Estland, Polen, Schweden, Chile und Rumänien (2). Bisher sind bereits 22 hochbegabte Studenten in den Genuss der Horst Rahe Stiftung gekommen. Die Förderung ist je nach Alter der Künstler über einen Zeitraum von bis zu 6 Jahren möglich. Stipendiat der Horst Rahe Stiftung zu sein, bedeutet nicht nur eine finanzielle Unterstützung des Studiums. Horst Rahe entwickelt zu allen Stipendiaten eine familiäre Beziehung. Dazu gehört auch die gemeinsame Gestaltung der wenigen Freizeit mit Feiern und Ausflügen. Manche Studenten finden in Rostock auch außerhalb der Musik das große Glück. Die Horst Rahe Stipendiatin Fumi Dettweiler aus Japan hat den deutschen Cellisten Georg Dettweiler geheiratet. Das vor kurzem geborene gemeinsame Töchterchen Minami ist nun eine echte Rostockerin. Ab November wird auch die kleine Lia aus Rumänien zur Horst Rahe – Familie gehören. Herr Rahe lernte die junge Künstlerin anlässlich des Festempfangs zum 50. Jubiläum der Deutschen Seereederei in diesem Sommer kennen. Dort wurde sie von ihrem ebenfalls aus Rumänien stammenden Professor Munteanu vorgestellt und hatte sofort Erfolg. Bereits im nächsten Jahr wird Lia die anderen Stipendiaten zu einem Konzert in den Engadin/ Schweiz begleiten, das die Studenten jährlich im Rahmen einer Kulturpreisverleihung geben.